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Altes Hüttenareal Neunkirchen

Das Alte Hüttenareal (AHA) in Neunkirchen ist Teil des Landschaftslabors „Bergbaufolgelandschaft“ und stellt den landschaftlichen Kern des Naturschutzgroßprojekts dar. Insgesamt 10 Teilflächen, darunter das Alte Hüttenareal, zeigen den Kontrast von Naturnähe und künstlicher Landschaft und bilden damit den Motor einer einzigartigen Artenvielfalt, die jedoch nicht ungefährdet ist.

Die Fläche des Alten Hüttenareals wurde im Zuge der Abdeckung des ehemaligen Stahlwerks im offenen östlichen Teil angesät und bepflanzt (wenig artenreich), im zentralen Teil jedoch der natürlichen Entwicklung überlassen (noch artenreich!).

Insbesondere auf den nährstoffärmeren Standorten finden sich gefährdete Arten wie die Hundswurz, die Heidenelke und das Hundsveilchen, bei den Vogelarten der Opheusspötter und das Schwarzkehlchen. Bei den Tagfaltern sind es der Argusbläuling und der Alexisbläuling. Im Bereich der vorhandenen Kleingewässer kommen zahlreiche spezialisierte Libellenarten vor.

Die Gefährdung all dieser Arten geht in diesem Fall jedoch nicht direkt von menschlichem Handeln aus, sondern von der natürlichen Entwicklung, gepaart mit Nährstoffeinträgen aus der Luft. Diese sorgen für ein immer üppigeres Wachstum von Hochgrün (Verbuschung), dichterem Bewuchs auf dem Boden und zunehmender Verlandung der Kleingewässer.

Genau hier setzen die Maßnahmen des Pflege- und Entwicklungsplans an: über Winter wurden Gehölze zurückgedrängt, jetzt wird der nährstoffreiche Oberboden abgeschoben. Dazu werden neue Kleingewässer angelegt.

Artenreicher Blütenteppich auf nährstoffarmem Oberboden, Foto: Uli Heintz

Abschieben von nährstoffreichem Oberboden, Foto: Uli Heintz

Pressetermin mit v.l.n.r. Bürgermeister Aumann (Neunkirchen), Baggerführer Heydt (BFL), Bürgermeister Fuchs (Schiffweiler) und Uli Heintz (LIK.Nord), Foto: Jürgen Ecker